Wussten Sie schon...

Astronomie in Lateinamerika

Wussten Sie schon,.....

… dass eine der ersten Strukturen, die Neil Armstrong bei seinem Besuch auf dem Mond auf der Erde erkannte, die Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien war? Was Bolivien darüber hinaus noch mit dem Mond verbindet und weitere erstaunliche Fakten über die Astronomie in Lateinamerika finden Sie nachfolgend.

Dass im nordbrasilianischen Bundesstaat Amapá vor ein paar Jahren ein Steinkomplex entdeckt wurde, der mit dem englischen Stonehenge verglichen wird? Stonehenge gilt als eine der ältesten Sternwarten der Welt (circa 2.200 v. Chr. errichtet). Das brasilianische Pendant ist mit seinen geschätzt 1.000 Jahren deutlich jünger. Viel ist noch nicht über diese Stätte bekannt. Sie könnte jedoch ein Indiz dafür sein, dass das Amazonasgebiet nicht nur von nomadischen Stämmen, sondern auch von komplexen Hochkulturen besiedelt wurde.

Dass die Maya über gleich drei Kalender (Tzolk’in, Haab und Lange Zählung) verfügten? Grundlage für diese Kalender waren ihre mathematischen und astronomischen Kenntnisse. Letztere erlangten Sie durch die Beobachtung von auf- und untergehenden Himmelskörpern mit dem bloßen Auge. Dazu bauten Sie Gebäude, die speziell hierfür ausgelegt waren wie zum Beispiel das als „Schneckenhaus“ (im Spanischen: Caracol) bezeichnete Gebäude in Chichen Itzá. Der Name stammt von der Wendeltreppe, die sich im Inneren des Rundbaus befindet.

Dass die Inka die Milchstraße als Spiegelbild des Urubamba-Tals betrachteten und man daher auch vom „Heiligen Tal“ spricht? Das Urubamba-Tal ist damit auch ein Beispiel für den Parallelismus der drei Welten Himmel, Erde und Unterwelt – ein zentrales Konzept in der andinen Kosmologie. Diese drei Welten stehen miteinander im Austausch, zum Beispiel durch unterirdische Labyrinthe, Höhlen und die Schreine der peruanischen Hochkulturen wie zum Beispiel Machu Picchu, Chavín de Huantar (das über ein eigenes unterirdisches Labyrinth verfügt) oder auch die 13 Türme von Chanquillo, das als ältestes Sonnenobservatorium der westlichen Hemisphäre gilt. Die Ausgrabungsstätte in der Nähe von Casma wurde 2021 zum UNESCO Welterbe erklärt.

Dass das älteste moderne Sternenobservatorium Lateinamerikas in Bogotá steht? Das Nationalobservatorium Kolumbiens entstand aus der Initiative des spanischen Priesters, Botaniker und Mathematiker José Celestino Mutis. Dieser wurde zunächst wegen seiner Astronomiekurse in kopernikanischer Tradition noch als Ketzer verurteilt, allerdings wurde das Urteil nie vollstreckt. Das Gebäude wurde schließlich 1803 im Garten der botanischen Expedition errichtet, welcher sich auf dem heutigen Gelände des Präsidentenpalastes befindet. Astronomie fand nur in geringem Umfang statt, mangelte es die meiste Zeit doch an tauglichen Teleskopen. Mutis und sein Nachfolger Caldas waren dafür jedoch auf anderen wissenschaftlichen Gebieten wie der Botanik sehr produktiv und unterstützten auch die Expedition von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland.

Dass das Land Chile inzwischen über die größte astronomische Beobachtungskapazität weltweit verfügt? Dazu tragen einige der größten Teleskope der Welt bei wie zum Beispiel das europäische Riesenteleskop E-ELT, das US-amerikanische Giant Magellan Telescope und das bekannte ALMA Projekt der europäischen Südsternwarte auf der 5.100 m hohen Ebene von Chajnantor. Darüber hinaus wurde vor sechs Jahren mit dem Gabriela Mistral Dark Sky Sanctuary (im Elqui Tal), in welchem sich neben drei weiteren auch das Cerro Tololo Observatorium befindet, das erste IDA-klassifizierte Lichtschutzreservat gegründet. Denn auch wenn in Chile – vor allem in den nördlichen Wüstengebieten wie der Atacama mit seiner trockenen und klaren Luft – ideale Bedingungen für die Sternenbeobachtung herrschen, so nimmt auch hier wie überall auf der Welt die Lichtverschmutzung stark zu.

Dass der Cerro Paranal, auf dem die Europäische Südsternwarte (ESO) ihr „Very Large Telescope“ (VLT) betreibt, auch als Schauplatz für den James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ diente?

Dass Neil Armstrong nach seiner Rückkehr vom Mond tatsächlich zum Salar de Uyuni reiste? Auf dem Weg dorthin und kurz nach seiner Ankunft in La Paz besuchte er auch einen Ort, der ihn an die Oberfläche des Mondes erinnerte. Ob es sich dabei tatsächlich um das bei Touristen beliebte Mondtal (im Spanischen: Valle de luna) handelt, ist bis heute nicht sicher geklärt.

Wer nun auf den Geschmack nach „Astrotourismus“ gekommen ist, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten:

Einige der modernen Observatorien in Chile wie ALMA, Tololo und Paranal (in der Nähe von Antofagasta) können im Rahmen einer offiziellen Führung besucht werden, allerdings nur an bestimmten Tagen und nach vorheriger Anmeldung. Diese Orte lassen sich zum Beispiel während einer Mietwagenreise oder unserer 14-tägigen Individualreise „Atacama und Nordargentinien ansteuern. Darüber hinaus werden in San Pedro de Atacama viele Sternenbeobachtungstouren angeboten. Diese finden nicht in wissenschaftlichen Observatorien, sondern in Freiluft-Teleskopanlagen statt. Gerne planen wir dies passend für Sie ein.

In diesem Zusammenhang sollte auch das Elqui-Tal in der Region Coquimbo erwähnt werden, dass über die Stadt La Serena zugänglich ist. Hier befindet sich mit 17 touristisch und 3 wissenschaftlich genutzten Observatorien das umfangreichste Astrotourismusangebot überhaupt. Orte wie die Hacienda Los Andes kombinieren diese Aktivität mit der Möglichkeit eines mehrtägigen Hacienda-Aufenthaltes, wo auch Reit- und Wanderausflüge angeboten werden. Das Elqui-Tal besuchen Sie unter anderem während unserer 17-tägigen Mietwagenreise „Nordchile Overland.

Wer sich für die Welt der Maya, ihre beeindruckenden Errungenschaften wie den Maya-Kalender und ihre faszinierenden Bauten interessiert, dem empfehlen wir unsere 8-tägige Privatreise „Die Höhepunkte Yucatáns oder auch unsere 15-tägige Mietwagenreise "Yucatán und Chiapas". Hierbei besuchen Sie einige der bekanntesten Stätten wie zum Beispiel Palenque oder auch Chichen Itzá mit dem berühmten Schneckenhaus.

Auf den Spuren von Neil Armstrong wandeln Sie schließlich bei unserer 20-tägigen individuellen Rundreise „Altiplano Peru und Bolivien. Hier besuchen Sie aber nicht nur die unendlich scheinende Salzwüste Salar de Uyuni, sondern auch das „Heilige Tal der Inka“ und die Ruinen von Machu Picchu. Ihr privater Reiseleiter wird Ihnen viel Interessantes über die Kultur und Glaubensvorstellungen der Inka erzählen können. Nur den Spaziergang auf dem Mond können wir Ihnen (derzeit) leider nicht anbieten.

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