Santana Travel im Jahr 2020

Ein Rückblick

Wie ist es Santana Travel 2020 ergangen

(Weilheim, Dezember 20) Zum Ende des Jahres 2020 werfen wir bei Santana Travel einen Blick zurück auf dieses besondere Jahr. Wie ist es uns ergangen, was haben wir in den letzten Monaten gemacht, wo stehen wir?

Zum Jahresende 2019/2020 wurde in den Medien immer präsenter, dass ein neuartiger Virus die Behörden in China zu immer rigoroseren Maßnahmen, besonders zu einem extremen Lockdown für die Bevölkerung greifen lässt. China und Asien sind weit weg von Europa und es wird entschieden gegen eine Ausbreitung vorgegangen. So fühlten wir uns erstmal nicht betroffen – bis sich zügig die festgestellten Infektionen geographisch Europa annähern. Ende Januar wird in der Nähe von Starnberg (nur 30 Kilometer von Weilheim entfernt) erstmals in Deutschland eine Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt. Noch gehen wir davon aus, dass sich eine Ausbreitung sicherlich in den Griff bekommen lässt. Bei z.B. einer größeren Grippewelle ist die Touristik bisher auch nicht weiter betroffen gewesen…

Unsere Kunden, die in Lateinamerika unterwegs sind, genießen ihre Reise und die Kunden, die kurz vor ihrer Reise stehen, können wir beruhigen. Es läuft alles „normal“ weiter, die Fluggesellschaften und unsere Partneragenturen sehen keinerlei Hindernisse, die einschränken würden.

Aber dann geht es Schlag auf Schlag, das Infektionsgeschehen bekommt eine Eigendynamik, die ersten Länder beginnen, ihre Grenzen zu schließen. In unserem Büro ist als erstes einen Kleingruppe nach Israel und Jordanien betroffen, der Reiseveranstalter muss die Tour kurzfristig absagen.

Im März steigt die Verunsicherung an, wie der rasanten Ausbreitung des Virus entgegengetreten werden kann und die Auswirkungen auf die Reisebranche werden nun immer massiver. Bei Santana Travel beobachten wir zusammen mit unseren Partnern mit zunehmender Spannung die Lage, in Südamerika beginnen nun auch die ersten Länder, ihre Grenzen zu schließen und Bewegungsfreiheiten einzuschränken. Wir fühlen uns mehr und mehr von der Politik und den Behörden alleingelassen, die in kurzen Abständen neue Beschlüsse fassen und Regularien ändern. Da haben wir eine länderübergreifende oder auch internationale Koordination, z.B. der WHO sehr vermisst.

Spätestens am Freitag, den 13. März 2020 - die WHO hat inzwischen den Pandemiestatus erklärt - brechen die gewohnten Abläufe im Reiseverkehr und in der Touristik zusammen.

Bis Ende des Monats befindet sich das Team von Santana Travel jetzt im Krisenmodus, wir sind ohne Wochenende 10-12 Stunden und auch länger im Büro. Wir schaffen es dann auch selbst und mit Unterstützung unserer Partner vor Ort, unsere Kunden, die unterwegs sind, binnen der nächsten zwei Wochen wohlbehalten nach Hause zu bringen. Nur einzelne Gäste, die sich in Costa Rica aufhalten, nutzen das Rückflugprogramm der deutschen Regierung, alle anderen Santana Kunden konnten, trotz der einen oder anderen Einschränkung, mit den regulären Liniendiensten zurückfliegen.

Im April und Mai sind wir damit beschäftigt, Orientierung in diesen heftigen Zeiten zu finden und unsere Arbeit auf die neuen Situationen hin zu organisieren. Die Kommunikation mit den Kunden steht nun im Vordergrund. Mit den Kunden, die ihre Reise abbrechen mussten, regeln wir die „offenen Posten“. Die Abreisen, die anstehen, müssen abgesagt werden und wir besprechen mit unseren Kunden die Rückabwicklung bzw. die Verschiebung der Reise auf einen späteren Termin.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei den vielen Kunden, die ihre Reise umgebucht haben oder sich noch im Umbuchungsverfahren befinden, ebenso auch für die sehr freundschaftliche, verständnisvolle und gute Kommunikation. Und unser Dank gilt ebenso unseren Partnern vor Ort, die sich in einer unglaublichen Art und Weise für ihre Gäste / unsere Kunden eingesetzt haben. Es hat sich bewährt, hier teils über Jahrzehnte gute und zuverlässige Partnerschaften gepflegt zu haben.

Unser extremstes Problem, da sich auch noch sehr lange hingezogen hat, stellten die Fluggesellschaften dar, die ab dem 13.03.2020 schlagartig „abgetaucht“ sind. Die Telefone waren abgeschaltet, Mails wurden nicht beantwortet. Die Erstattungsverfahren für Flugtickets wurden geändert oder sogar gestoppt. Unseren Kunden werden nun lange Monate Wartezeit zugemutet, bevor sie von den Airlines ihre Gelder zurückerstattet bekommen können. Jegliches Intervenieren unsererseits wurde oft abgeblockt, auch der Verweis auf die Rechtslage half nicht.

Im Juni und Juli müssen wir akzeptieren, dass uns nicht nur für Wochen massive Reisebeschränkungen bevorstehen, sondern für Monate. Wir stellen uns auf die neue Situation ein: wir verkürzen unsere Öffnungszeiten, die Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit (50% und auch 100%), wir arbeiten mit verkleinertem Team weiter.

Mit großem Interesse beobachten wir, wie sich der Tourismus innerhalb Europas für die Sommersaison organisiert und sehen darin auch einen Testlauf für die kommende Wintersaison. Was ist möglich, machbar, in kleinen Schritten? Und wir müssen miterleben, dass diese Bemühungen keinen großen Erfolg haben.

Der Sommer muss „abgehakt“ werden und wir setzen unsere Hoffnung nun darauf, dass wir ab Oktober oder spätestens November wieder einigermaßen normal agieren können. Aber die Unsicherheiten legen sich weltweit nicht, die Schließungen halten an und wir müssen uns der harten Realität stellen, dass wir im Jahr 2020 keine Kunden auf ihre oft so langen im Voraus geplanten Urlaubsreisen werden schicken können. Wir sagen wieder Reisen ab, regulieren alles Erforderliche mit unseren Kunden und dürfen wiederum auch Reisen auf das kommende Jahr verschieben. Unsere Planungen und Dispositionen fokussieren wir nun auf Reisen ab Frühjahr/Mitte 2021.

Dies hat natürlich auch Folgen für unser Büro. Wir verbleiben bei unseren kürzeren Öffnungszeiten, sind weiterhin in Kurzarbeit. Unser Fokus wird wieder verstärkt auf unseren „Santana-Kern“ gelegt: die Reisen nach Lateinamerika und weiteren speziellen Zielgebieten und mit zuverlässigen Partnern, die uns am Herzen liegen. Es gibt personelle und räumliche Veränderungen. Bedauerlicherweise müssen wir uns von einer Kollegin trennen und wir gehen an unserem Standort mit einer anderen Firma eine Bürogemeinschaft ein. Auch wir haben die Möglichkeit zum „Homeoffice“ bei den Mitarbeitern eingerichtet, sind aber auch froh, dies bis dato weitgehend nicht nutzen zu müssen. Wir freuen uns weiterhin, ins Büro kommen zu können, dass wir zu keinem Zeitpunkt schließen mussten.

Ein wichtiges Trostpflaster in diesem Jahr war für uns, dass wir aufgrund der kürzeren Arbeitszeiten ausführlich Frühling und Sommer in unserem Voralpenland genießen konnten. Auch unsere eigenen Urlaubsplanungen hatten sich verändert, es gab Urlaub in Unterfranken und im Schwarzwald, statt Kirgisien und Usbekistan wurden Holland und Slowenien besucht, statt auf Fernreise ging es nach Portugal.

Warum melden wir uns erst jetzt? Jeder von uns machte sich in den letzten Monaten und Wochen über die verschiedensten Angelegenheit Gedanken und man hat vielleicht auch die einen und anderen Sorgen. Sich um eine Reise zu kümmern, hatte sicherlich in 2020 nicht mehr erste Priorität. Wir glauben jedoch, dass nun ein guter Zeitpunkt ist, um sich langfristig wieder mit einer Reise zu beschäftigen, sei es für den Sommer/Herbst 2021 oder bereits für 2022. Viele unserer Kunden planen Ihre Urlaube sehr bewusst und weit im Voraus – gerne stehen wir Ihnen hierbei nun, wie in den letzten Jahren auch, zur Seite.

Mit unseren langjährigen und auch in dieser Krise bewährten Partnern in nahezu ganz Lateinamerika aber auch im südlichen Afrika, der Südsee und Bhutan stehen wir in regem Kontakt und Austausch. Unsere Programme werden derzeit für 2021 und wo möglich auch schon für 2021/22 aktualisiert und dabei setzen wir – wie auch bisher schon – den Schwerpunkt auf das besondere Reiseerlebnis. Nicht die Anzahl der Reisen ist wichtig, sondern ausgesuchte, gut geplante und möglichst ausführliche Aufenthalte vor Ort.

Wann sich das Reisen weltweit wieder dem Niveau der letzten Jahre annähern wird (und ob es das überhaupt wieder wird), ist aktuell nicht einzuschätzen. Manches muss vielleicht auch nicht wiederkommen, wichtig ist eine verstärkte Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Eigenheiten und Schönheiten eines Landes und einer Region mit seinen Menschen. Verstärkt ins Bewusstsein gerückt ist durch dieses Jahr auch, wie viele Betriebe und Menschen eines Landes eng mit dem Tourismus verzahnt und davon ökonomisch abhängig sind – auch hier in Deutschland.

Die Länder, unsere Agenturen und alle Partner vor Ort bereiten sich auf die neuen Reisemöglichkeiten vor, Fluggesellschaften etablieren neben Hygienestandards auch immer engagierter attraktive Flugpläne und schaffen damit die Grundlage, auf der wir unsere Arbeit bei Santana Travel wieder wie gewohnt weiterführen können.

Das uns dies weiterhin möglich ist, verdanken wir auch den Überbrückungshilfen seitens des Staates. Diese lassen erkennen, dass unsere Branche auch weiterhin geschätzt wird und es sich lohnt diese für die Zukunft fit zu machen. Wie wir das bei Santana Travel einschätzen und auf was wir uns vorbereiten, können Sie in unserem aktuellen Bericht Vorschau auf 2021 und 2022 nachlesen.

Einen ersten Eindruck wie sich derzeit eine Fernreise planen und durchführen lässt, können Sie dem Bericht unserer Kollegin Frau Schencking entnehmen, die im November 2020 nach Costa Rica reisen konnte. Ihre Erfahrungen zeigen: mit entsprechender Vorbereitung und der Akzeptanz von etwas mehr Aufwand, bietet eine solche Reise im Moment sogar auch Vorteile, siehe Reisebericht Costa Rica im November 2020.

Auch wenn dieses Jahr 2020 für die Zukunft zu einigen Änderungen und Anpassungen führen wird – wir bei Santana Travel bleiben bei unserem Motto, für das wir seit über 30 Jahren stehen:

Persönlich betreut – Gut beraten – Besser reisen

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