Flora & Fauna in unseren Zielgebieten

Interessieren Sie sich für seltene Tierarten und exotische Pflanzen? Dann sind Sie hier richtig!

Flora & Fauna Costa Rica und Panama

(Weilheim, Dezember 2023) Die beiden mittelamerikanischen Länder Costa Rica und Panama beheimaten eine Vielzahl unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten, Costa Rica beispielsweise circa 5% aller Arten auf nur 0,03% der Weltoberfläche.

Aufgrund seiner speziellen geographischen Lage zählt Costa Rica zu einer der Top 5 Hotspots weltweit für Vogelbeobachtung. Hier finden sich so symbolträchtige Vögel wie der „Göttervogel“ Quetzal, der farbenprächtige Tukan oder der schon an anderer Stelle erwähnte Rotkehlkolibri. Von den insgesamt 924 Arten sind rund ein Viertel Zugvögel, die sich vor allem in den Monaten August bis November hier einfinden. Erstaunlich ist vor allem die hohe Zahl an Raubvögeln aus den kälteren Regionen des Kontinents, die angeblich 3 Millionen betragen soll. Vor allem die Karibikregion und die Monate September und Oktober gelten als besonders gut für die Beobachtung großer Schwärme und zahlreicher Spezies. Vogelliebhaber finden aber eigentlich das ganze Jahr gute Bedingungen auch über die übrigen Regionen des Landes verteilt. Vor ein paar Jahren wurde daher auch die „Ruta nacional de observacion de aves“, eine touristische Route für Vogelbeobachtung, ins Leben gerufen, die 12 besonders empfehlenswerte Hotspots verbindet. Dazu zählen unter anderem der Palo Verde NP (u.a. Enten von Januar bis März), der Carara NP (Scharlachrote Aras von November bis März) als auch der Cahuita NP (vor allem für Raubvögel, März und April sowie September bis November).

Auch in Panama gibt es einige interessante Orte für Vogelbeobachtungen. Mit über 400 Vogelarten gilt die Region um Boquete als einer der besten Orte des Landes für Vogelbeobachtungen. Ein echtes Highlight ist die relativ abgelegene Mount Totumas Lodge an der Grenze zum Nationalpark La Amistad, wo sich nicht nur Vögel, sondern auch diverse Affenarten, Tapire und Berglöwen sowie zahlreiche Orchideenarten sichten lassen.

Die Strände Costa Ricas wiederum zählen zu den wichtigsten Eiablageplätzen für Meeresschildkröten. In der Zeit zwischen April und Oktober kommen sechs von sieben Arten der Meeresschildkröte hierher. Der Tortuguero NP an der nördlichen Karibikküste, dessen Name übersetzt „Platz, an den die Schildkröten kommen“ bedeutet, ist einer der wichtigsten Nistplätze für die Grüne Meereschildkröte, die hier von Juli bis Oktober zu beobachten ist. Die Playa Grande auf der Nicoya-Halbinsel wiederum ist ein geschütztes Refugium für die Lederschildkröte, die zwischen Oktober und März zum Nisten hierherkommt. Etwas weiter südlich befindet sich das Wildtierschutzgebiet Ostional. Die sogenannten „arribadas“ der Pazifik-Bastardschildkröte und Lederschildkröte, bei denen teilweise bis zu 350.000 Schildkröten innerhalb weniger Nächte an Land gehen, finden üblicherweise zwischen Juli und Dezember statt.

Schildkrötentouren sind aber längst nicht nur in Costa Rica, sondern auch in Panama eine beliebte Aktivität. Von März bis Juli besteht die Möglichkeit auf Bocas del Toro Lederschildkröten, echte und unechte Karettschildkröte als auch grüne Meeresschildkröten bei der Eiablage zu beobachten.

Nicht nur an Land, sondern auch in den Gewässern Costa Ricas und Panamas tummelt sich das Leben. Tausende Buckelwale kann man zwischen Juli und Oktober vor den Küsten Costa Ricas beobachten. Zur Hauptattraktion gehört nicht nur die Ankunft der faszinierenden Meeresriesen, sondern auch die Beobachtung der Wale mit ihrem Nachwuchs, die vor den Küsten Costa Ricas geboren werden sowie ihr beeindruckender Gesang. Einer der besten Orte für die Walbeobachtung ist der Marino Ballena Nationalpark nahe Dominical oder auch die Isla Caño, die häufig bei einem Aufenthalt im Corcovado Nationalpark besucht wird. Weniger bekannt sind die Monate Dezember bis März als Walbeobachtungsmonate; in dieser Zeit tummeln sich die Meeressäuger an der nördlichen Pazifikküste, vor allem in Santa Elena, dem Golf von Papagayo oder in der Nähe der Playa del Coco.

In Panama eignen sich verschiedene Punkte entlang der Pazifikküste für derartige Bootsausflüge, beispielsweise Isla Coiba oder Boca Chica im Westen des Landes. Noch relativ unbekannt ist die Perleninsel Isla Contadora, die sich innerhalb von 2h mit der Fähre von Panama Stadt aus erreichen lässt. Auch hier bestehen gute Chancen, einige der 30 Wal- und Delphinarten Panamas anzutreffen.

Deutlich mehr Glück braucht man, wenn man die Blüte des Guayacan-Baums erleben möchte, der nur für wenige Tage zu Beginn der Regenzeit blüht. Der Baum ist fast überall in Lateinamerika zu finden und zeichnet sich durch eine intensive gelbe Blütenpracht aus. Wer sich für Orchideen interessiert, kommt im Oktober zur Blüte nach Panama, zum Beispiel nach Santa Fé oder El Valle de Antón. Das Dörfchen liegt im größten besiedelten Vulkankrater der Welt und ist idealer Ausgangsort für Wanderungen und Naturerkundungen in die wunderschöne und einzigartige Umgebung. Hier befindet sich außerdem ein Orchideencenter, das sich der Zucht und Erhaltung gefährdeter lokaler und regionaler Arten widmet.

In Costa Rica gibt es mehr als 1.400 Orchideenarten. Kein Wunder also, dass auch die Nationalblume eine Orchidee ist. Die Guaria Morada blüht in den Monaten Januar bis März. Eine der besten Orte, die Pflanze zu sehen ist der Rincon de la Vieja Nationalpark. Eine Vielzahl an Orchideen finden sich im Botanischen Garten Lankester, der auch ein Forschungs- und Erhaltungszentrum für Orchideen beherbergt. Der Name geht übrigens auf den Orchideologen und Naturforscher Charles Lankester zurück, der auf seiner Kaffeefarm zunächst einen privaten Garten anlegte, den er später der Universität von Costa Rica schenkte.

Zur immensen Artenvielfalt zählen auch die circa 200 Amphibienarten. Besonders hübsch anzuschauen sind die teils farbenprächtigen Froscharten wie zum Beispiel das Erdbeerfröschen in der bluejeans-Variante. Diese lassen sich am einfachsten auf einer Nachttour in Costa Rica zum Beispiel in der Umgebung von La Fortuna oder auch im Monteverde Reservat beobachten. Besonders gute Chancen bieten sich zu Beginn der Regenzeit in den Monaten zwischen April und Juni.

Ein ganz besonderer Ort für Froschbeobachtungen ist der Red Frog Beach in Panama, auf der Insel Bastimentos im Bocas del Toro Archipel. Wer die roten Pfeilgiftfrösche antreffen möchte, sollte am besten nicht nur den Strand, sondern auch das Inselinnere erkunden. Auch das schon vorher erwähnte El Valle ist ein El Dorado für Frosch-Fans. In den dortigen Souvenirshops findet man häufig Postkarten oder auch Kaffeetassen mit der Abbildung eines orange oder goldfarbenen Frosches. Bei Atelopus Zeteki handelt es sich eigentlich um eine Krötenart, die wie viele Froscharten aufgrund eines aggressiven Pilzes vom Aussterben bedroht sind. Die wahrscheinlich letzten Exemplare des „Goldenen Frosches“ kann man im Artenschutzzentrum „El Valle Amphibian Conservation Center“ bewundern.

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