Wussten Sie schon... ?

Erstaunliche Fakten über Nordchile & Nordargentinien

Wussten Sie schon…

(Weilheim, Januar 2026) … dass die Atacama-Wüste die trockenste Wüste der Welt ist? Der durchschnittliche Niederschlag beträgt nur 0,5 mm pro Jahr – und zwischen 1570 und 1971 soll es dort möglicherweise überhaupt keine nennenswerten Regenfälle gegeben haben. Damit ist die Atacama rund 50-mal trockener als das Death Valley in Kalifornien. Ihre Lage im Regenschatten der Anden verhindert, dass feuchte Luftmassen vom Pazifik die Wüste erreichen. Nur alle fünf bis zehn Jahre kommt es zu ungewöhnlich starken Niederschlägen, die ein spektakuläres Naturphänomen auslösen: Die Wüste verwandelt sich für kurze Zeit (meist Ende September bis Anfang Oktober) in ein blühendes Meer aus über 200 Pflanzenarten. Doch der extrem trockene Untergrund kann das Wasser nicht aufnehmen – und so führen diese seltenen Regenfälle oft zu schweren Überschwemmungen.

… dass der nördliche Teil der Atacama-Wüste reich an wertvollen Mineralien wie Lithium, Kupfer, Silber, Gold und Platin ist? Zudem war die Region einst Zentrum des Salpeterabbaus – Geisterstädte wie Humberstone erinnern noch heute an diese Epoche. Im 19. Jahrhundert beanspruchten sowohl Bolivien als auch Chile das Gebiet. Als Bolivien die Bahngesellschaft von Antofagasta enteignete, die den Transport von Salpeter und anderen Mineralien organisierte, eskalierte der Konflikt. Die Bahn selbst überwand dabei Höhen von über 4.600 m, um die Rohstoffe aus dem Hochland bis an die Pazifikküste zu bringen – ein technisches Meisterwerk jener Zeit. Diese Enteignung war ein zentraler Auslöser des Pazifikkriegs (1879–1884), auch bekannt als Salpeterkrieg. Chile ging als Sieger hervor und Bolivien verlor dauerhaft seinen Zugang zum Meer.

… dass es auch in Nordargentinien eine der höchst gelegenen Bahnstrecken der Welt gibt? Der „Zug in die Wolken“ (Tren a las nubes) erreicht Höhen von mehr als 4.200 Meter Höhe und war ursprünglich als Teil der General Belgrano Bahnlinie gedacht, die Argentinien mit Chile verbinden sollte. Heutzutage können Touristen mit dem Zug von San Antonio de los Cobres über das ikonische Polvorilla Viadukt fahren und dabei das intensive Gefühl quasi durch die Wolken zu fahren erleben.

… dass die Atacama-Wüste einer der besten Orte um Sterne zu beobachten ist? Der klare Himmel, die niedrige Luftfeuchtigkeit sowie die geringe Luftverschmutzung ermöglichen einen klaren Blick in das Universum. Ähnlich gute Bedingungen finden sich auch im chilenischen Elqui-Tal, wo sich neben den weltbekannten Forschungsstationen Cerro Tololo und La Silla auch mehrere Sternwarten mit touristischen Programmen wie Mamalluca befinden. Ein ganz ungewöhnlicher Ort für Sternenbeobachtungen ist das Pristine Camp Salinas Grandes, ein Luxuscamp das aus nur vier Kuppel-Suiten besteht und sich inmitten eines Salzsees auf 3.400 Meter Höhe in der Nähe von Purmamarca befindet.

… dass sich in Nordargentinien der zweithöchste Weinberg der Welt befindet? Die „Altura Máxima“ liegt auf 3.100 m Höhe und gehört zum Weingut Colomé. Die Geschichte des Weinguts reicht bis 1830 zurück, als die ältesten Rebstöcke gepflanzt wurden. 1997 erwarb Donald Hess das 10 Hektar große Gut und entwickelte es weiter. Heute wachsen die Reben in vier Höhenlagen, wo starke Temperaturunterschiede – am höchsten Punkt bis zu 20 °C zwischen Tag und Nacht – zusammen mit intensiver Sonneneinstrahlung ideale Bedingungen für konzentrierte, ausgewogene Weine schaffen. Zum Weingut gehören außerdem ein komfortables Hotel und das James Turrell Museum, das mit einzigartigen Lichtkunstwerken in dieser abgelegenen Region überrascht.

… dass der Aconcagua mit 6.961 m der höchste Berg des amerikanischen Doppelkontinents und der höchste außerhalb Asiens ist? Der Aconcagua liegt in der Provinz Mendoza nahe der chilenischen Grenze und kann somit auch auf einer Fahrt nach Santiago de Chile bestaunt werden.

… dass die Serranía de Hornocal der bunteste Berg der Welt ist? Er wird auch als Berg der 14 Farben bezeichnet und zeigt bis zu 14 klar unterscheidbare Farbschichten, die durch geologische Prozesse über Millionen Jahre entstanden sind. Eigentlich handelt es sich um einen kleinen Gebirgszug, der Teil der berühmten Humahuaca Schlucht (UNESCO Weltkulturerbe) jedoch nicht ganz einfach zugänglich ist: es geht auf mehr als 4.500 Meter Höhe. Wer nicht ganz so hoch hinauf möchte, findet mit dem „Berg der 7 Farben“ bei Purmamarca (und damit in derselben Region) eine entspannte und ebenfalls lohnende Alternative.

… dass sowohl Nordchile als auch Nordargentinien (zusammen mit Bolivien) eine rekordverdächtige Fülle an außergewöhnlichen Seen eint? Der Lago Chungará auf circa 4.500 Meter Höhe ist einer der höchstgelegenen Seen der Welt. Dieser wird von den über 6.000 Meter hohen Vulkanen Parinacota und Pomerape umgeben und liegt im chilenischen Lauca Nationalpark nahe der Kleinstadt Putre. Der Salar de Uyuni in Bolivien ist mit mehr als 10.000 km² Fläche der größte Salzsee der Welt – ein surreales Naturspektakel, dessen gleißendes Weiß äußerst fotogene optische Täuschungen hervorruft. Auch in Nordargentinien gibt es einige Salare wie die Salzseen in Südamerika genannt werden. Mitten im Salar de Arizaro befindet sich der Cono de Arita, ein fast perfekt geformter schwarzer Vulkankegel, der wie eine von Außerirdischen erbaute Pyramide wirkt. Sehr abgelegen und daher auch nur selten von Touristen besucht ist die Laguna Roja mehrere Stunden Autofahrt von Putre entfernt. Die blutrote Farbe stammt vermutlich von Mikroorganismen, die in dem zwischen 40° und 50° C heißen Wasser leben. Die Hochlandlagunen Miscanti und Miñiques südlich von San Pedro de Atacama wiederum haben eine intensiv türkisblaue Farbe und sind Heimat für zahlreiche Flamingos, Andengänse und Hornblässhühner.

… dass die Fiesta de la Vendimia in Mendoza neben dem Dürkheimer Wurstmarkt zu den größten Weinfesten der Welt zählt? Hunderttausende Besucher strömen jedes Jahr zwischen Ende Februar und Anfang März in die Stadt am Fuße der Anden. Hier werden 70% des gesamten argentinischen Weins produziert, berühmt ist vor allem der Malbec. Höhepunkt des Festes ist neben zahlreichen Konzerten und einem gigantischen Feuerwerk die Wahl der Weinkönigin. Die Kandidatinnen ziehen zuvor während des nächtlichen Umzugs Via Blanca de las Reinas auf festlich geschmückten Wagen durch die Stadt.

… dass sich das größte Bimsstein-Feld der Welt in der Puna im Nordwesten Argentiniens befindet? Die argentinische Puna ist eine Hochlandregion, die den südlichen Teil des großen Anden-Hochplateaus, das sich auf Höhen zwischen circa 3.000 und 4.500 Meter Höhe über Teile Argentiniens, Chiles, Boliviens und Perus erstreckt. Hier brach vor mehr als 100.000 Jahren der Vulkan Blanco aus und verteilte auf einer Fläche von circa 75.000 Hektar riesige Mengen flüssigen Vulkangesteins. Diese kühlten schnell ab und die Erosion formte daraus eine chaotische Steinwüste aus Türmen, Mauern und Labyrinthen.

… dass Salta die schönste Stadt Argentiniens ist? Gut, das ist natürlich sehr subjektiv. Der Beiname „La Linda“ kommt aber nicht von ungefähr. So besitzt die Stadt eine der besterhaltenen Altstädte des Landes und liegt idyllisch eingebettet vor der dramatischen Andenkulisse. Aufgrund der Lage auf etwa 1.200 Meter herrscht meist ein mildes Klima. Berühmt sind auch die schmackhaften Empanadas Salteñas, eine lokale Variante der überall in Lateinamerika verbreiteten Empanadas, die wir Ihnen in unserer Rubrik „Gaumenfreuden aus unseren Zielgebieten“ etwas näher vorstellen.

Weitere spannende „Geschichten“ über Nordchile und Nordargentinien finden Sie übrigens auch in unseren Rubriken "Aktuelles" beziehungsweise „Vorausgereist“: so waren sowohl Birgit und Thomas Zaska im vergangenen Jahr bzw. Christoph Radü vor einigen Jahren dort unterwegs.

Wer nun Lust bekommen hat, den Norden Chiles und Argentiniens einmal selbst kennen zu lernen, dem empfehlen wir unsere 17-tägige Mietwagenreise Nordchile & Argentinien Overland. Darüber hinaus haben wir mit der 19-tägigen Nordargentinien Intensiv auch eine Option ohne Chile. Auf der Etappe von Cafayate nach Cachi bietet sich ein Abstecher zur erwähnten Estancia Colomé zum Beispiel für ein Mittagessen an. Wer länger bleiben möchte, dem planen wir gerne auch die Übernachtung im angeschlossenen Hotel ein.

Darüber hinaus bieten wir mit der 15-tägigen individuellen Rundreise Atacama und Nordargentinien auch eine Option für all diejenigen, die nicht selber fahren möchten. Diese Reise empfiehlt sich außerdem als Basis für einen Abstecher in die argentinische Puna, ein entsprechendes Anschlussprogramm ist bei dieser Reise mit ausgeschrieben.

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